Pressestimmen

RHEIN-ZEITUNG 2014
RHEIN-ZEITUNG 2014

Kritik von B. Schuchardt, Kölner Rundschau:

 

Schlaffis und Porsche-Machos

 

Mit Männern geht´s nicht, aber ohne auch nicht. Die attraktive Hanna Bergheim erlebt ein Fiasko nach dem anderen. Erst verliebt sie sich unsterblich in den supercoolen Schulkameraden Matthias, dann in den feurigen Türken Mustafa, bleibt eine Weile bei dem pedantischen Veganer Hanno hängen. Nach zehn Jahren Single-Dasein, unzähligen Ü-30 Partys und Blind Dates landet sie doch noch im Ehehafen mit dem Zahnarzt Daniel – ein Traum wird wahr.

Aber immer nur Hausfrau und Mutter im Eigenheim, das kann´s doch nicht gewesen sein, findet Hanna nach 25 Jahren. Sie bricht nach ein urkomischen Szene á la Loriot am Frühstückstisch aus, macht Langzeiturlaub in Spanien, gönnt sich eine Affäre mit Javier. Alles auf Anfang? So einfach ist das nicht mit Ende 50, auch wenn Hanna sich einredet, sie sei „glücklich mit sich allein“. Wer´s glaubt – Ende offen...

„Ist das Liebe oder kann das weg?“ hat die Kölner Schauspielerin Ivana Langmajer ihr genannt, das  sie jetzt mit dem Musiker Sebastian Schnitzer herausbrachte.

Mit viel Spielfreude und Selbstironie rauschen die beiden durch 40 Jahre Qual und Wahl der Partnersuche. Wenige Requisiten genügen, um Hanna vom gickelnden Teenie, in den Anzeigen durchforstenden Single in Pyjama und Puschen oder die frustrierte Hausfrau mit Silberhaar zu verwandeln. Noch größer ist die Bandbreite für Sebastian Schnitzer, der lustvoll sämtliche Männertypen vom esoterischen Schlaffi bis zum aufgeblasenen Porsche-Macho verkörpern darf.

Am knallroten Klavier gibt er zudem den Ton an bei selbst geschriebenen Liedern und einigen bunten Auszügen, die Ivana Langmajer schließlich zu einem tollen Medley bündelt.

 

Amüsement für alle Altersgruppen.

 

Gelegentlich treten beide Akteure aus ihren vielfältigen Rollen heraus, um als „Ivana“ und „Sebastian“ den Eindruck einer Probe zu einem Showspektakel zu vermitteln – ein hübscher Verfremdungseffekt, der für Distanz sorgt.

Das charmante, witzig und leichtfüßig gespielte Stück trifft den Nerv und das Humorzentrum aller Altersgruppen, was schon erstaunlioch genug für einen Erstling ist. Mit Slapstick ohne Pumpheit und ohne das Thema komplett an die Farce zu verraten. Chapeau!

 

 

 

BILD-Zeitung 2012
BILD-Zeitung 2012

Prinz, Köln schreibt: witzige Komödie auch für Theatermuffel